Herren 1: Mit Top-Leistung zur Top-Platzierung
Wunderschönes Wetter und wohlig warme Temperaturen begrüssten das Team der Herren 1 am vergangenen Sonntag in Widnau. Für die Vipers stand die letzte Meisterschaftsrunde der Saison 18/19 an. Man konnte hierbei praktisch auf das gesamte Kader zurückgreifen, nur M. Ammann’s bereits geplagter Fuss wollte nicht mitmachen, weshalb man heute mit einem einigermassen talentierten Assistenzcoach aufwarten konnte. Aufgrund der letzten, rabenschwarzen Runde waren die obersten beiden Plätze leider weg, jedoch konnte mit man mit zwei Siegen noch auf das Treppchen, sprich Rang 3, klettern. Da man heute gegen die beiden designierten Absteiger antreten musste, wollte man das genannte Ziel umso mehr erreichen.
Los ging es dann um 12:40 gegen den STV Herisau. Wobei, los gehen konnte es erst als die Überreste der vorhergehenden Feierlichkeiten der Gators aus Widnau beseitigt waren. Im Nachbarschaftsduell gegen die Buffalos Rheintal holten die Widnauer die letzten nötigen Punkte für den Aufstieg und feierten diesen natürlich gebührend. Gratulation an den Aufsteiger! Spielfeld frei geräumt, Spieler bereit und ab geht die Post! Der Gegner der Vipers stand schon seit einigen Runden als Absteiger fest, zeigte aber trotzdem von Anfang an, dass hier keineswegs Kanonenfutter gegenüberstand. So ergab sich eine abwechslungsreiche und schnell geführte Partie auf ansprechendem Level, was aber fehlte, waren die Tore. Da in der Nacht zuvor die Uhren umgestellt wurden, dachten sich auf die Vipers das es Zeit für eine neue Zeitrechnung sein sollte – ungewohnterweise ging man nämlich in Führung! Das schön herausgespielte 1:0 liess die Vipers aber anscheinend selber so staunen, dass man praktisch im Gegenzug das 1:1 hinnehmen musste. Same old, also immer noch. Da man sich nun wieder im gewohnten Muster fand, übernahmen die Jonschwiler das Spieldiktat immer mehr. Defensiv stand man sehr stabil, so dass eigentlich nur noch vorne die Tore fehlten. Dafür liess man sich aber nicht unter Druck setzen und fuhr einen nach dem anderen Angriff aufs Herisauer Tor. So war es dann auch kein Zufall, dass irgendwann das 2:1 zugunsten der Vipers fiel. Kurz vor der Pause durfte die Jury dann das Score der Jonschwiler nochmals um einen Punkt erhöhen – Pausenstand 3:1. Da der Schiedsrichter während der ersten Halbzeit von einem Prellball unglücklich im Auge getroffen wurde, musste dieser in der zweiten Halbzeit ersetzt werden. Gute Besserung an dieser Stelle.
Dieser Umstand änderte aber nichts an der Devise der Vipers, dieses Spiel schnellstmöglich zu entscheiden. Weiter wurde aus einer starken Defensive heraus aufs Herisauer Tor gestürmt. Das dies nicht so oft wie gewünscht gelang, lag vor allem am teilweise exzellent reagierenden Goalie des STV Herisau. Trotzdem waren die Jonschwiler Stürmer genug abgebrüht um diesen nochmals dreimal zu bezwingen. Da bei dem beruhigenden Vorsprung logischerweise ein wenig die Konzentration in der Defensive flöten ging, musste man kurz vor Schluss nochmals ein Gegentor hinnehmen. Dies war aber für alle beteiligten Vipers verschmerzbar und so konnte man die gewünschten zwei Punkte aus dem ersten Spiel auf der Tabelle dazurechnen.
UHC Jonschwil Vipers 6:2 STV Herisau
Da die Frühlingsgefühle bei einigen anscheinend schon überschwappten, wurde während der Pause bis zum nächsten Spiel, noch ein letztes Mal der Winterpneu in der Widnauer Sonne präsentiert. Dabei wurden dann schon erste Pläne für den Saisonabschluss geschmiedet – von sehr gut bis ultraschlecht war die Skala der Ideen sehr breit. Da gleichzeitig in der Halle drin alles für die Vipers lief, lag es nun an einem selber, das gewünschte Ziel vom 3. Platz zu erreichen.
Kurz die Leibchen von Grau zu Neongelb gewechselt und schon stand die zweite Partie des Tages an. Hier hiess der Gegner R. D. Valendas. Da man eine etwas unglückliche Zahl an Feldspielern hatte, durfte sich P. Egli wie schon im ersten Spiel nochmals auf dem Feld versuchen, was den Vipers noch zu Gute kommen sollte. Auch in diesem Spiel wollte man die anscheinend neue Mode der Herren 1 weiterführen und ging relativ schnell in Führung. Weil man aber alte Muster nur langsam ablegen kann, musste auch hier postwendend der Ausgleich entgegen genommen werden. Wie schon im Spiel zuvor zeigte sich auch hier der Absteiger Valendas von seiner besten Seite und gestaltete die Partie sehr ausgeglichen und hochstehend. Da zudem auf beiden Seiten die Torhüter immer wieder mit guten Reflexen glänzten, wunderte der Pausenstand von 1:1 niemanden so richtig.
Somit war die Devise für die letzten 20 Minuten der laufenden Saison klar, dieses Spiel muss in der verbleibenden Zeit noch zu eigenen Gunsten gelenkt werden. Das dieses Ziel unbedingt erreicht werden wollte, zeigten die Vipers gleich zu Beginn. Den Ball beim Bully gewonnen, ein halbhoher Schuss aus der eigenen Hälfte Richtung Tor, Ablenker, TOR! So einfach und schnell kann es gehen. Nun wollte man sich natürlich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen lassen und die zwei Punkte einfahren. Da aber eine lange, torlose Phase folgte, blieb die Partie stets spannend. Da genau in solchen Situation die Top-Spieler das Zepter an sich reissen, trat der ehemalige Schreiner-Weltmeister und eigentlich Torhüter alias P. Egli auf den Plan und holzte die Kugel aus dem Halbfeld trocken in den Netzhimmel. Erleichterung und Extase bei den Vipers über das 3:1! Somit war dann der Bann gebrochen und auch der erneute Anschlusstreffer wurde sauber gekontert, weshalb der Sieg nicht mehr in Gefahr kam.
R. D. Valendas 2:4 UHC Jonschwil Vipers
Zwei – Vier – Drei war die einfache Zahlenkombination als der letzte Pfiff des Schiedsrichters erklang. Zwei Spiele, vier Punkte und ein hervorragender dritter Rang im Schlussklassement durfte zu Recht begossen werden. Insgesamt wiederum eine Top-Saison der Herren 1 welche sich stets in der oberen Tabellenhälfte hielten und somit auch Ende Saison folgerichtig dort stehen. Um dies auch angemessen zu bestätigen, liess sich das gesamte Team das fast schon zur Gewohnheit gewordene «Nach-der-Runde-Essen» mit einem grossen Stück Fleisch vom Restaurant Patagonia schmecken. Ein perfekte Abschluss für eine tolle Saison!
Somit bleibt auch aus meiner Feder nicht mehr viel übrig ausser Danke zu sagen. Auch in dieser Saison wurden nebem dem Unihockeyfeld mit dem Besuch der Unihockey-WM in Prag, das alljährliche Ski-Weekend, der OLMA-Besuch oder auch nur das Bier nach dem Training wiederum ebenso viele Highlights gesetzt wie auf dem Spielfeld selber. Darum DANKE an alle die dabei waren, egal ob Spieler, Trainer, Helfer, Fahrer, NurinsTrainigkommer, Bierbringer, Fans, Paparazzis und als alles was ihr euch sonst noch so fühlt. Nun gilt es zu regenerieren, damit die anstehenden Cup-Begegnungen auf dem Klein- sowie Grossfeld möglichst erfolgreich gestaltet werden können. In diesem Sinne, bis bald vom geilsten Unihockey-Team der Schweiz (O-Ton vom DJ auf der Jatzhütte!), tschüssikowski!
Für die Vipers im Einsatz: M. Gämperli, M. Hasler, P. Egli, M. Stadler, J. Brändle, D. Stäubli, K. Gämperli, R. Zimmermann, D. Alpert, M. Ammann, M. Malgaroli


