Herren: Mit Schützenfest in die nächste Cup-Runde!

Sonntag, hochsommerliche Temperaturen und wunderschönes Wetter – perfekt um den ganzen Tag in einer Turnhalle zu verbringen und die nächste Runde des Schweizer Ligacups im Unihockey auszuspielen! So startete das zusammengewürfelte Vipers-Team, wie viele Töff- und Velofahrer an diesem Sonntag, in Richtung Schwägalp. Im Gegensatz zu den Genannten, bog man aber anfangs des Dorfes Nesslau nicht ab, sondern fuhr noch einige Meter weiter bis zur Turnhalle wo die Sharks als Gegner warteten. Da man das gegnerische Team schon aus einigen Meisterschaftsduellen kennt, fanden alle den Weg und trafen pünktlich am richtigen Ort ein. Mit 9 Feldspielern und 2 Torhütern plus dem aufgrund Verletzungen neu formierten Trainerduos Alpert / Malgaroli war alles bereit für ein hochkarätiges Spiel um den Einzug in die nächste Runde.

So konnte es dann auch um Punkt 15:00 losgehen und der Schiri eröffnete die Partie. Die Devise der Vipers war klar, man wollte hinten sicher stehen und dem Gegner keinen Platz lassen, wusste man ja um die Schussgewalt der Nesslauer. Die beiden Coaching-Debütanten entschieden sich zuerst für zwei 4rer-Linien, da J. Gujer nach Fuss-Verletzung in der ersten Cuprunde noch mit Bandage antrat und nicht überbelastet werden sollte. So wurde munter durchgewechselt und dies schien das absolut richtige Mittel zu sein, denn die Vipers starteten bravourös in die Partie. Defensiv hatte man alles im Griff und vorne war man stets gefährlich, konnte aber den Ball noch nicht im Tor unterbringen, was einerseits am eigenen Unvermögen und andererseits auch an einigen guten Reflexen des Nesslauer Goalies lag. Als die Match-Uhr dann schon fast auf die Minutenanzahl von fünf umstellen wollte, klappte es dann endlich. Wie es sich gehört eröffnete der Captain das Skore, M. Gämperli traf zum 0:1 für die Gäste aus Jonschwil. Eine sicherlich verdiente Führung, waren die Vipers den Sharks doch immer wieder einen Schritt voraus. Weil alles bisher sehr gut passte, sollte auch nichts geändert werden und genau dies war das Erfolgsrezept. So bauten die Vipers das Skore kontinuierlich aus, konnten während der Minute 12 und 14 gleich viermal einnetzen und fanden sich so in komfortablem Vorsprung von 0:7 wieder. Ein brutales Resultat, zumal die Nesslauer keineswegs schlechter waren, jedoch immer wieder am starken Vipers-Schlussmann P. Egli oder an der heldenhaft verteidigenden Defensive hängen blieben. Gegen Ende des ersten Drittels liess dann die Konzentration bei den Vipers ein wenig nach, weshalb nun auch die Nesslauer das erste Mal reüssieren konnten. Daran schienen diese Gefallen zu finden, schenkte man den Vipers bis Drittelsende noch zwei weitere ein. Gekontert wurde dies von den Gästen nur einmal, was dann zum ersten Pausentee ein Resultat von 3:8 zugunsten Jonschwils ergab. Ein starkes erstes Drittel indem man den Gegner stets im Griff, gegen Ende jedoch klar aufgezeigt bekommen hatte, dass dieses Spiel definitiv noch nicht vorbei war.

Da die beiden Coaches und auch der Spielertrainer bisher zufrieden waren, wurden auf das Mitteldrittel keine Wechsel vollzogen. Die Marschroute und auch die Einstellung war klar, der Vorsprung sollte so schnell wie möglich wieder in beruhigende Bahnen gelenkt werden. Einer nahm sich das besonders zu Herzen, denn M. Hasler traf schon 6 Sekunden nach Wiederanpfiff ins Nesslauer Tor. Da sich K. Leutenegger dann auch noch in die Torschützenliste eintragen wollte, stand 40 Sekunden später die Zehn auf der Anzeigetafel unterhalb des Gästesymbols. Was dies bedeutet, sollte den aufmerksamen Lesern mittlerweile klar sein. Das Team dankt für die Einlösung des «Stängeli», Kevin! Genauso wie das Wetter ausserhalb der Halle zeigte sich auch die Vipers-Offensive anschliessend von Ihrer besten Seite. Angriff um Angriff wurde lanciert und teilweise sehr schöne Kombinationen mit Toren gekrönt. So stieg das Score auf Seiten der Vipers kontinuierlich an, was die Spieler, Coaches und auch Vipers-Fans definitiv zu erfreuen vermochte. Kurz vor Spielmitte und der damit verbundenen Auswechslung trug sich dann auch der Tormann, P. Egli noch auf der Scorer-Liste ein. Nach mustergültigem Auswurf traf S. Müller vorne zum 3:13 für Jonschwil. Der dann eingewechselte Schlussmann S. Metzger, beklagte sich zwar schon Anfangs über die Hitze in seinem Goaliegewand, konnte sich anschliessend aber nicht über zu wenig Arbeit beklagen. Gleich zweimal rettete der Pfosten für den Vipers-Goalie, was auch ein Grund war, warum die Nesslauer den Abstand nicht verkürzen konnten. So trafen auch im zweiten Drittel vorwiegend die Vipers, was dann einen doch recht deutlichen Zwischenstand zur zweiten Pause ergab, 5:17 für die Gäste aus Jonschwil.

Da es auch in der zweiten Pausenbesprechung praktisch nichts zu meckern gab, erholte man sich nochmals gut bevor die letzten 20 Minuten anstanden. Nun galt es, möglichst effizient den herausgespielten Vorsprung über die Zeit zu bringen. Damit dieses Unterfangen auf möglichst viele Schultern verteilt werden konnte, wechselte man nun auf drei Blöcke, so kamen alle Spieler zu Ihrer Einsatzzeit. Anfangs gelang dies problemlos, die Führung konnte gleich zu Beginn nochmals um zwei Tore ausgebaut werden. Danach schien die Spannung sich langsam aber sicher abzubauen und obwohl nicht von den Trainern gefordert, schalteten die Vipers dann mindestens zwei Gänge zurück. Dies nutzen die Sharks dann gnadenlos aus, trafen diese innerhalb von 4 Minuten gleich viermal und zeigten so, dass auch bei grösserem Rückstand immer noch mit dem Gegner zu rechnen war. Da in dieser Druckphase wiederum der Captain das Zepter an sich riss und Tor Nummer Zwanzig erzielte, freute das Team gleich doppelt – auch dir schon mal ein herzliches Danke für das Einlösen des «Stängeli», lieber Martin. Dieses Tor stellte dann auch den etwas verfrühten Schlusspunkt der Vipers-Offensive dar, trafen anschliessend nur noch, die bis zum Schluss kämpfenden, Nesslauer. Somit ging das letzte Drittel verdientermassen mit 6:3 an das Heimteam, was die Freude der Vipers aber angesichts des Schlussresultats nicht zu trüben vermochte.

UHC Nesslau Sharks II 11:20 UHC Jonschwil Vipers

Zwei bärenstarke Drittel, in welchen die effiziente Offensive wie auch die konsequent verteidigende Defensive tolle Arbeit leisteten, krönen die Vipers zum Sieger in diesem Cupduell. Für die Vipers geht es in der nächsten Runde gegen das bisher unbekannte Team des UHC Mutschellen II aus der 4. Liga. Sobald das Spieldatum feststeht wird dies auf unserer Homepage bekannt gegeben. Ein grosses Danke an die Sharks aus Nesslau für das tolle, stets faire Spiel und die Gastfreundschaft. Wir werden uns ja schon bald wieder in der Meisterschaft treffen, was sicher ebenfalls wieder gute Partien verspricht.

Nun geht es für alle Vipers in die verdiente Sommerpause. Was aber nicht heisst, dass nun nur noch gefaulenzt wird! Das Sommertraining steht und der Unihockeyball weicht dem Fussball, dem Volleyball oder (sehr selten mal) den Laufschuhen. Auch der Schreiberling verabschiedetet sich in den Sommer und freut sich, hoffentlich, auch in der kommenden Saison berichten zu dürfen.

Bis bald, die Herren Teams des UHC Jonschwil Vipers

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