Herren: Cup-Aus trotz ansprechender Leistung

«Die Saison ist vorbei, starten wir in die Saison!» war das Motto des zusammengewürfelten Herren-Teams, welches sich am vergangenen Sonntagabend in Frauenfeld traf. Wiederum war der Cup-Match für alle 3 Herrenteams offen, wer also Lust hatte dabei zu sein, durfte auch mittun. Als Gegner stellten sich die Red Lions aus Frauenfeld den Vipers entgegen. Die Thurgauer, welche die vergangene Saison mit dem Abstieg in die 2. Liga beenden mussten, sollten für die Vipers der gewohnt starke Kontrahent werden. Trotzdem war man vor dem Spiel guten Mutes, den Favoriten mindestens ein wenig zu ärgern, wenn nicht sogar ein Bein stellen zu können.

Einlaufen, Torhüter einschiessen und ein wenig «dumm schnorrä» – alles wie gehabt vor einem Spiel. Das Einzige was anders war, die Grösse des Feldes. Dies und der Umstand, dass der Gegner sich auf diesem Feld einiges besser auskennt, führte dann zur taktisch eher defensiv ausgerichteten Marschroute für die Jonschwiler. So wurde das Spiel pünktlich um 19:00 angepfiffen und die Cup-Saison auf dem Grossfeld gestartet. Von einem anfänglichen Abtasten war nicht viel zu spüren, wollten die Frauenfelder natürlich sogleich die Favoritenrolle ausfüllen. Jedoch gelang es den aufopferungsvoll kämpfenden Vipers mit jeder Minute besser, sich auf dem ungewohnt grossen Feld zurechtzufinden. So konnten dann nach den ersten 5 Minuten auch selber die ersten Angriffe Richtung Frauenfelder Schlussmann getätigt werden. Zwar erarbeiteten sich die Lions ein Chancenplus, jedoch wusste entweder die Verteidigung, der Vipers-Schlussmann oder auch mal die Glückgöttin Fortuna einen Ausweg um die Führung der Thurgauer zu verhindern. So ergab sich ein munteres Hin und Her ohne Tore, womit die Jonschwiler definitiv besser leben konnten. Gegen Ende des ersten Abschnitts wurde es dann nochmals heiss. Zuerst entwischte Janic Metzger der gesamten Lions-Abwehr und liess auch dem Frauenfelder Torhüter keine Chance, traf jedoch mit seinem Abschluss nur den Pfosten. Mit dem Gegenzug kamen die Lions zu einem Freistoss, kurz der Bande hochgespielt, den Schuss tief angesetzt und zack, schlug das Spielmaterial hinter dem Vipers-Torhüter ein – 1:0 für den Gastgeber kurz vor Ende des ersten Drittels. Trotz gutem Spiel lagen die Jonschwiler nun in Rückstand. Da dies aber sozusagen eine Spezialität der Vipers ist, war man gewillt auch hier möglichst schnell den Ausgleich zu erzielen. So spielte man genauso weiter wie vor dem Gegentreffer und versuchte die Frauenfelder Defensive unter Druck zu setzen. Was definitiv zu gelingen schien, denn als sich die Lions für einmal selber im Weg standen schnappte sich Dominik Alpert die Kugel, zog alleine Richtung Frauenfelder Tor und versenkte die Kugel eiskalt ins hohe Eck – 1:1 Ausgleich! Da anschliessend nur noch wenige Sekunden zu spielen waren, brachte man dieses Resultat dann auch in die erste Pause was definitiv Lust auf mehr machen sollte.

So nahm man sich vor, auch im zweiten Abschnitt an die bisher starke Leistung anzuknüpfen. Leider blieb es beim Vorhaben, denn die Leistung auf dem Feld sah einiges anders aus. Die Vipers zogen gleich zu Beginn ihre schwachen 5 Minuten ein und der zum zweiten Abschnitt neu eingewechselte Vipers-Schlussmann musste gleich dreimal hinter sich greifen bevor er richtig im Spiel drin war. Ein denkbar schlechter Start für den Aussenseiter. Die Frauenfelder waren mit dieser Führung nun definitiv in sicheren Gewässern und verhielten sich auf dem Feld auch genauso. Gekonnt trugen die Lions einen um den anderen Angriff vor und konnten nochmals zwei Tore mehr erzielen. Die Vipers Ihrerseits kamen zwar auch wieder zu einzelnen Nadelstichen, waren aber offensiv leider zu harmlos um das Spiel nochmals spannend machen zu können. So ging das zweite Drittel vollumfänglich an die Frauenfelder, weshalb die Anzeigetafel eine 6:1 Führung für den Favoriten anzeigte.

Trotzdem wollte man sich auf Seiten der Jonschwiler nun nicht gänzlich aufgeben und ging mit dem festen Plan der Wiedergutmachung auf ins letzte Drittel. Man schien aus dem zweiten Abschnitt gelernt zu haben, konnte man nun die Frauenfelder wieder besser vom eigenen Tor verhalten, so dass der dritte, neu eingewechselte Torhüter der Vipers zuerst ins Spiel finden konnte bevor er mit den ersten Paraden glänzen durfte. Da sich die Hausherren bei einem Wechsel verkalkulierten, traten die guten, bisher sehr unauffälligen Schiedsrichter, auch einmal auf den Plan. Die Vipers konnten also für 2 Minuten mit einem Mann mehr angreifen. Dies gelang auch sehr gut, man setzte sich mehr als einmal in der Thurgauer Defensive fest und konnte durch Urban Kurath einen schönen Angriff zum 6:2 abschliessen. So keimte nochmals etwas wie Hoffnung auf, waren es ja eigentlich nur 4 Tore welche fehlten. Das diese Hoffnung nur kurz wehrte, dafür waren die Frauenfelder gleich selber besorgt. Einige Angriffe später war der bekannte Abstand von 5 Toren wiederhergestellt und auch gleich überboten, da die Lions nochmals eins nachlegen konnten. Somit war die Messe gelesen, nun ging es vor allem darum, sich nicht vorführen zu lassen. Darüber musste man sich aber keine allzu grossen Gedanken machen, nahmen die Frauenfelder Ihrerseits auch ein wenig das Tempo raus. So ergab sich nochmals ein munteres Spiel, wo beide zu Chance kamen. Die Spielvariante des «Kick and Rush», welche die Vipers schon das ganze Spiel praktizierten, führte dann auch zum nächsten sehenswerten Treffer der Jonschwiler. Ein hoher Ball aus der Verteidigung erreichte im Sturm Sämi Müller, welcher den Ball kontrollieren konnte und backhand ins Glück traf. Da auch die Lions nochmals offensiv wurden, konnten diese Ihrerseits den Punktestand nochmals erhöhen, was am Ende leider zu einem etwas zu klaren Verdikt führte.

UH Red Lions Frauenfeld 10:3 UHC Jonschwil Vipers

Somit ist die erste Runde des Grossfeld-Cups auch in diesem Jahr Endstation für die Jonschwiler. Trotz starkem Beginn und jederzeit ansprechender Leistung, brachen die 5 schwachen Minuten am Anfang des zweiten Abschnitts den Vipers das Genick. Danach zeigten die Frauenfelder klar die Grenzen auf und liefen nie mehr in Gefahr das Spiel nochmals abzugeben. Auch wenn das Resultat klar scheint, darf man definitiv mit Stolz aus diesem Spiel gehen, hat man stets einen guten und fairen Kampf geliefert. An dieser Stelle noch ein herzliches «Gute Besserung» an Janic Metzger, welcher sich am Ende des Spiels bei einem Schuss unglücklich aber hoffentlich nicht schwerwiegend am Knie verletzte. Weiter geht es nun im Kleinfeld-Cup wo die Vipers nächsten Sonntag, 26.05.2019 in Davos gegen den ortsansässigen Klub antreten werden.

Für die Vipers spielten: P. Egli, S. Metzger, D. Alpert, S. Müller, U. Kurath, M. Gämperli, R. Zimmermann, M. Hasler, S. Ulrich, K. Leutenegger, J. Brändle, J. Gujer, M. Stadler, D. Haag, J. Metzger, M. Amman (Coach), M. Malgaroli

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