Herren 1: Solider Start in die neue Saison

Am heutigen 23. September ist meteorologischer Herbstanfang. Das bedeutet im Unihockey auch immer, die neue Saison startet! So trafen sich die Vipers am gestrigen letzten Sommertag, im bekanntermassen immer ein bisschen wärmeren Rheintal, für die erste Runde der neuen Meisterschaft. Nachdem Cup-Highlight von letzter Woche stand für das Herren 1 der Vipers somit wieder der Liga-Alltag an. Die etwas schweren Beine vom kräftezerrenden Cup-Spiel waren wieder fit und so konnte man in Vollbesetzung, kommt doch recht selten vor, in die neue Spielzeit starten.

So standen dann 9 Spieler und 2 Torhüter in der Einspielhalle der Turnhalle in Berneck und bereiteten sich auf die erste Partie des Tages vor. Der erste der beiden Gegner kam mit klingendem Namen daher, Alligator Malans. Dieses Kleinfeld-Team, aus der Organisation des grossen Nati A Vereins, stürmte mit Pauken und Trompeten von der vierten in die dritte Liga. Da man sich bei den Vipers über den neuen Gegner informiert hatte, und dabei herausfand, dass die Alligatoren mit einem schier unglaublichen Torverhältnis (202 Tore geschossen, 100 kassiert) aufgestiegen waren, wusste man, dass die Defensive sicher stehen musste. So startete man dann auch in die erste Partie der neuen Saison. Ein Abtasten auf beiden Seiten liess lange die 0 auf dem Zählrahmen der Jury glänzen. Zur Mitte der ersten Halbzeit schickten sich die Teams dann aber doch an, etwas an der bestehenden Nullnummer zu ändern. Die Alligatoren zeigten hier zum ersten Mal auf, dass Sie in der Sommerpause das Tore schiessen nicht verlernt hatten und trafen an P. Egli vorbei zum 0:1. Die Vipers zurück, die alte Leier also auch in der neuen Saison. Da man nun aber auch auf Seiten der Vipers wach war, wollte man den Missstand schnellstmöglich korrigieren. Dies wurde dann auch pflichtbewusst ausgeführt, als D. Alpert wenig später das 1:1 markierte. Da die Teams nun wussten wo das zu treffende Gehäuse stand, stürmten die Malanser gleich wieder darauf los. Der Konter konnte nur noch durch ein regelwidriges Eingreifen der Vipers-Defensive gestoppt werden, was denn Schiri zurecht dazu bewog auf Penalty zu entscheiden. Zwar war P. Egli noch am Ball, konnte den Einschlag im Netz aber nicht verhindern – 1:2 für die Alligatoren. Wiederum also ein Rückstand, welchem die Vipers nachrennen mussten. Trotzdem wollte man keine Hast aufkommen lassen, und ruhig nach vorne spielen. Das dies das Mittel zum Erfolg war, zeigte dann D. Stäubli mit dem sauberen Handgelenkschuss zum 2:2 Ausgleich was auch das Pausenresultat bedeutete. Viel gab es am Auftritt eigentlich nicht zu kritisieren, dass einzige änderungsbedürftige war das Resultat, welches man zu Gunsten des Jonschwiler Teams lenken wollte. Das diese Einstellung angekommen war, bewies dann K. Gämperli mit der sofortigen Umsetzung dieser Devise – Treffer zum 3:2! Leider wurden die Alligatoren dann anschliessend zum Ausgleich eingeladen, als ein Kommunikationsproblem zu einem verunglückten Auswurf führte welcher dann postwendend im Vipers-Tor landete. Das gleiche Spiel wie in der ersten Halbzeit also. Damit unzufrieden zeigte sich dann Vipers-Stürmer J. Brändle der seinerseits das Heft in die Hand nahm und herrlich zum 4:3 und der erneuten Vipers-Führung traf. Danach spielte dann ein Pfiff des Schiedsrichters den Vipers in die Karten, als er einen zu bissigen Alligator für 2 Minuten auf die Strafbank setzte. Auch wenn das Powerplay sonst nicht die Stärke der Vipers ist, zeigte man sich abgebrüht und M. Hasler traf auf Pass von D. Alpert (das einzige Tor mit Assist in der ganzen Partie!) zum etwas höheren Vorsprung von 5:3. Dieses Tor, welches eigentlich Sicherheit hätte verleihen sollen, brachte die Vipers aber völlig aus dem Konzept. Gleich dreimal jubelten die Malanser in regelmässigen Abständen und drehten so die Partie bis kurz vor Schluss nochmals. So stand man also mit dem Rücken zur Wand und auf der Stoppuhr der Jury war nicht mehr sehr viel Zeit vorhanden. Hier kam den Vipers dann aber der übermotivierte Einsatz eines Malansers gerade recht – 2 Minuten Auskühlen war das Resultat. Da man sicher gehen wollte, dass man richtig Druck erzeugen kann, ersetze man den Torwart durch einen vierten Feldspieler und konnte so in doppelter Überzahl angreifen. Einige Pässe später traf dann auch noch der sechste Torschütze der Jonschwiler, Captain M. Gämperli, und stellte auf 6:6 Unentschieden. In der Folge konnte keines der Teams mehr reüssieren, weshalb das erste Spiel mit einer Punkteteilung endete.

UHC Jonschwil Vipers 6:6 UHC Alligator Malans III

In der Spielpause verpflegte man sich standardmässig mit dem bekannten Hotdog und besprach schon einmal wo denn das gemeinsame Abendessen stattfinden sollte. Vorher war aber nochmal Arbeit angesagt, der zweite Aufsteiger bat zum Tanz. Die Black Roses aus Rapperswil stiegen direkt hinter den Alligatoren aus Malans, als Zweiter, ebenfalls auf. Somit also nochmals ein Gegner gegen welchen die Vipers noch nie gespielt hatten. Dies merkte man den Jonschwilern dann am Anfang der Partie auch an, musste man sich zuerst einige Zeit nehmen, um sich auf die Spielweise des Gegners einzustellen. Da dies dem Aufsteiger aber besser gelang und dieser auch keine falsche Scheu zeigte, lag dieser schnell einmal mit einer Länge in Front. Auch im zweiten Spiel also nichts Neues. Was aber eher zur leichten Beunruhigung führte, war die Tatsache, dass dieser Rückstand nicht gleich korrigiert werden konnte. Die Vipers-Offensive versuchte zwar zu reagieren, scheiterte aber ein ums andere Mal am teilweise glänzend und teilweise glücklich reagierenden Torwart der Rosenstädter. So folgte dann, was immer folgt, wenn vorne die Tore nicht gemacht werden – man kassiert diese hinten. Ein Konter liess das Score der Rapperswiler auf Zwei ansteigen. Da dies dann gleichzeitig auch das Pausenresultat bedeutete, waren die Vipers im zweiten Umgang definitiv gefordert, wollte man sich auch in diesem Spiel Punkte ergattern. Somit war klar was folgen musste, endlich das erste Tor erzielen damit «dä Charrä dann lauft» wie man in der Garderobe vernehmen konnte. Die Vipers stürmten dann wie schon in den ersten 20 Minuten weiterhin aufs Tor und tatsächlich konnte M. Gämperli dann endlich die 0 von der Anzeigetafel durch eine 1 ersetzen. Nun war der Bann gebrochen, «dä Charrä» schien zu laufen und die Vipers kamen regelmässig und noch gefährlicher vor das Gehäuse des Rosen-Torwarts. Somit war der Ausgleich nur eine Frage der Zeit, welche J. Brändle dann zur Spielhälfte mit dem Treffer zum 2:2 beantwortete. Da man hinten sicher stand und auch zwei Unterzahl-Spiele den Schlussmann M. Malgaroli nicht sonderlich in Bedrängnis brachten, konnte man sich voll darauf konzentrieren, dass Spiel noch gänzlich zu drehen. Den ersten Schritt dazu machte dann M. Stadler als er die Vipers erstmal in Führung schiessen konnte und so die Devise vorgab. Nun folgte, was bei einem knappen Resultat oft der Fall ist – das zurückliegende Team ersetzt den Torwart. Die Rapperswiler konnten so nochmals den Druck auf die Vipers erhöhen und standen in 2-3 Situationen nahe am Ausgleich. Der sprichwörtliche Befreiungsschlag gelang dann Captain M. Gämperli, als er sich von zwei Rapperswilen den Ball hinter dem eigenen Tor nicht abnehmen liess und von dort die Kugel ins gegenüberliegende Tor hüpfen liess. Dieser Treffer bedeutete dann auch das erkämpfte und erfreuliche Schlussresultat.

Black Roses Rappi 2:4 UHC Jonschwil Vipers

Somit starten die Vipers mit einem Unentschieden und einem Sieg in die neue Saison. Zusammengerechnet ergibt dies 3 Punkte was in der Endabrechnung den erfreulichen zweiten Platz bedeutet. Sicherlich ein Start mit welchem man zufrieden sein darf, auch wenn man der schwarzen Phase im ersten Spiel gegen Malans sicherlich nachtrauern muss. Trotzdem waren auch die angereisten Fans der Jonschwiler zufrieden und so ging es dann mit Kind & Kegel noch zum Argentinier wo man sich ein verdientes, grosses Stück Fleisch vom heissen Stein einverleibte. Der nächste Einsatz der Vipers wird dann am 20.10.2019 an der Heimrunde in Jonschwil sein. Wir würden uns freuen, wenn sich, trotz der gleichzeitig stattfindenden OLMA, einige Fans und Zuschauer in der Halle einfinden würden und uns wie gewohnte lautstark unterstützen.

Für die Vipers spielten: D. Alpert, M. Ammann, J. Brändle, P. Egli, K. Gämperli, M. Gämperli, M. Hasler, M. Malgaroli, M. Stadler, D. Stäubli, R. Zimmermann

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