Herren: Mit viel K(r)ampf zum Traumduell?

Bei schönstem Sommerwetter und mindestens genauso schönen Temperaturen, traf sich gestern das Cup-Team der Vipers im aargauischen Mutschellen. Dies aber nicht weil dort die schönste Badi der Schweiz steht, nein, lieber verbrachte man den Nachmittag in der Turnhalle des ortsansässigen Unihockeyvereins UHC Mutschellen, um sich im 1/32-Final des Schweizer Unihockey-Ligacups zu duellieren. Das es hier nicht nur um den Einzug in die 1/16-Finals ging, zeigte der Blick auf die Auslosung einer potenziellen nächsten Runde. Der Sieger des Spiels würde nämlich, aller Voraussicht nach, gegen den Serienmeister der letzten drei Saisons und Cupsieger der letzten zwei Saisons, Blau-Gelb Cazis antreten dürfen. Ein Spiel gegen das beste Kleinfeld-Team der Schweiz – wenn das nicht Motivation genug sein sollte!

Ob direkt aus den Ferien oder ausgeschlafen von zu Hause, alle Vipers fanden den Ort des Geschehens rechtzeitig. Somit konnte das Einwärmen und Einspielen problemlos über die Bühne gebracht werden und dem pünktlichen Anpfiff stand nichts im Wege. Einlaufen der Protagonisten, Begrüssung durch den Speaker und Anpfiff des Schiedsrichters – los geht’s! Die Devise der Vipers war klar, gut in die Partie starten und den eine Liga tiefer spielenden Gastgeber so früh wie möglich in die Schranken weisen. Dies gelang nicht schlecht, konnte man nach exakt 2:22 durch Sämi Müller die Führung für die Vipers notieren. Jedoch hielt diese Führung nur circa 30 Sekunden, der Gastgeber traf am Vipers-Schlussmann S. Metzger vorbei zum Ausgleich. Weils so gut geklappt hatte, spielte sich das gleiche Szenario dann drei Minuten später gleich nochmals ab. Der hervorragend aufgelegte Sämi Müller traf zur Führung, die Mutschellener glichen wenig später aus. Leider zogen die Vipers dann einige unkonzentrierte Minuten ein und ermöglichten dem Gastgeber eine Zwei-Tore-Führung. Dieser liefen die Vipers dann relativ lange hinterher, obwohl man immer wieder auf ein Tor verkürzen konnte (Urban Kurath und Jan Brändle), hatte der Gegner die passende Antwort parat. Zur Hälfte des ersten Drittels konnte sich die Jonschwiler dann aber wieder fangen und kamen durch die Gebrüder Gämperli, zuerst Kilian, dann der Captain Martin mit einem Sonntagsschuss, zum verdienten 6:6 Ausgleich. Bis zur Pause fielen auf beiden Seiten dann nochmals je ein Treffer, für die Vipers wiederum Sämi Müller, was einen 7:7 Einstand zur ersten Pause bedeutete.

Die Pausenansprache verlief sehr ruhig und kurz, wusste ja eigentlich jeder selber, dass in der Defensive konsequenter gearbeitet werden musste um diesen Gegner schlussendlich distanzieren zu können. Mit dem Willen diese Devise umzusetzen starteten die Vipers dann auch ins Mitteldrittel, welches optimal begann. Gleich nach Wiederanpfiff traf Dominik Alpert ins Schwarze und brachte die Vipers endlich wieder einmal in Führung. Da sich die Gastgeber aber ebenfalls schon ans Drehbuch gewöhnt hatten, glichen diese relativ bald wieder aus. Weil das Ganze so anscheinend Spass zu machen schien, erzielte Urban Kurath dann wiederum die Führung für Jonschwil und Mutschellen glich dann wie gewohnt wieder aus. Um es dann ein wenig spannender für die Zuschauer zu machen, gingen wiedermal die Gastgeber in Führung und unser Captain, Martin Gämperli, traf dann zum «Stängeli-Ausgleich» worüber sich das Team ebenfalls freut (Merci, gäll). Mit diesem Spielstand ging es dann auch in die zweite Pause. Die bemängelte, defensive Stabilität konnte definitiv verbessert werden, jedoch liess die Performance in der Offensive um einiges nach, weshalb das Spiel immer noch offen war.

Da die beiden vorangehenden Drittel jeweils mit einem Unentschieden endeten, wollte die Vipers das letzte und somit auch das Spiel nun definitiv für sich entscheiden. In einem so engen Spiel, wie es die beiden Teams hier ablieferten, konnten kleine Fehler über Sieg oder Niederlage entscheiden, was man den Teams zunehmend anmerkte. Die beiden Teams behielten aber stets einen kühlen Kopf, weshalb die erneute Vipers-Führung durch Dominik Alpert auch postwendend wieder ausgeglichen werden konnte. Da sich der Vipers-Torschütze das nicht bieten lassen wollte, traf Alpert dann gleich nochmals zur Führung, musste dann aber auch hier dem Gegner wiederum den Ausgleich zugestehen. Somit stand zehn Minuten vor Ende der regulären Spielzeit ein Spielstand von 12:12 auf der Anzeigetafel. Da die Jonschwiler auf jeden Fall eine Verlängerung vermeiden wollten, entschied man sich für einen Zusammenzug der Linien und spielten fortan anstatt mit drei Blöcken nur noch mit deren zwei. Anscheinend schien genau dies die richtige Lösung zu sein, um den Gegner nun endlich distanzieren zu können. Denn als noch fünf Minuten Spielzeit auf der Anzeigetafel standen, klingelte es nochmals im Kasten der Gastgeber. Der Vipers-Stürmer Jan Brändle erzielte mit einem spektakulären Solo, welches er im über den Torhüter springen, einhändig abschloss, die 13:12 Führung für die Vipers – Riesä Chistä! Eine Führung so kurz vor Schluss war für Jonschwil Gold wert. Zumal dann, der später zu Recht als Best Player ausgezeichnete Sämi Müller, mit einem sehenswerten Treffer auch gleich noch reüssierte und auf zwei Tore Vorsprung stellen konnte. Nun waren die Weichen perfekt gestellt und das Erreichen der nächsten Runde in greifbarer Nähe! Wie so oft in dieser Situation nahmen die Gastgeber dann Ihr Timeout und ersetzen den Torhüter durch einen weiteren Feldspieler. Die Vipers überliessen dann den Ball auch den in Überzahl agierenden Hausherren und versuchten mit Nadelstichen zum Erfolg zu kommen. Dies gelang dann Dominik Alpert in perfekter Weise, als er aus einem Getümmel heraus auch noch das 12:15 ins verwaiste Gehäuse erzielen konnte. Die bis zum Ende kämpfenden Gastgeber konnte dann kurz vor Schluss, den zur ersten Pause eingewechselten Malgaroli im Vipers Tor, nochmals bezwingen und so den Schlussstand von 13:15 notieren.

UHC Mutschellen II 13:15 UHC Jonschwil Vipers

Es war geschafft! Mit viel Kampf, Wille und auch der nötigen Klasse konnten die stark aufspielenden Mutschellener niedergerungen werden. Hier gilt es den Gastgebern definitiv ein Kränzchen zu winden, war doch der Ligaunterschied nie wirklich zu erkennen und am Ende entschieden Kleinigkeiten über Sieg und Niederlage.

Die Jonschwil Vipers warten nun gespannt auf das Resultat des Cupspiels zwischen dem UHC Wolhusen und dem grossen Favoriten von Blau Gelb Cazis. Sollte alles den normalen Lauf nehmen, dürfen sich die Vipers auf ein Duell mit dem momentan besten Team Kleinfeld-Team der Schweiz freuen. Sicherlich ein Highlight für jeden Unihockeyaner, einmal in einem Wettbewerbsspiel gegen so einen Gegner antreten zu dürfen. Für diesen Cupfight ist das Datum vom 14.09. / 15.09.2019 eingeplant. Sobald der Gegner feststeht werden wir auf unserer Homepage und den sozialen Medien über den genauen Termin des Spiels informieren.

Natürlich würde sich das ganze Cup-Team über zahlreiches Erscheinen und Unterstützung freuen, um gegen den grossen Favoriten die Sensation anzustreben oder diesen mindestens gehörig zu ärgern! Also, SAVE THE DATE – 14.09. / 15.09.2019! Der ganze UHC Jonschwil Vipers freut sich auf zahlreiche, laute und die Halle zu einem Hexenkessel machende Unterstützung!

Für die Vipers im Einsatz: M. Gämperli, K. Gämperli, D. Alpert, J. Brändle, K. Leutenegger, D. Haag, J. Gujer, U. Kurath, S. Metzger, S. Müller, M. Malgaroli, J. Metzger (Spiel-Buchhaltung), Michaela und Beni (Fotos und Videos)

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