Juniorinnen C: Hart umkämpfte Punkte
Die 4. Runde der C-Juniorinnen fand in der Halle Oberseen in Winterthur statt. Knapp 24h zuvor meldete sich unser erster Gegner Floorball Zürich Lioness ab und wir hatten nur ein Spiel gegen den UH Appenzell zu bestreiten. Ebenfalls abgemeldet hatte sich Salome. Somit bestand das Vipers-Minikader nur noch aus 5 Feldspielerinnen.
Das Spiel gegen die physisch starken Appenzellerinnen war vorerst ziemlich ausgeglichen. Es gelang uns aber selten gefährlich vor das gegnerischen Tor zu gelangen. Die Gegnerinnen drückten ihrerseits ständig in Richtung unser Tor und zum Teil konnten wir die Stürmerinnen nur regelwidrig stoppen. So führte auch ein Freistoss in unserer Hälfte zum ersten Tor für die Appenzellerinnen. Die Vipers lagen erstmals in dieser Saison im Rückstand. Zwar konnten wir ebenfalls nach einem Freistoss ein Tor erzielen. Die Defensive blieb aber etwas löchrig und die gegnerischen Schüsse wurden zuwenig geblockt. So gerieten wir wieder durch einen Weitschuss in Rückstand. Es gelang dem Team aber immer wieder den Ausgleich zu erzielen und den Gegner nicht mit mehr als einem Tor davonziehen zu lassen. Trotzdem gingen wir mit einem 2:3 Rückstand in die Pause.
Mit der bisherigen Spielweise in der Verteidigung konnten wir kaum Tore verhindern. Deshalb galt es nach dem Pausentee die Gegnerinnen besser abzudrängen, um so die gefährlichen Weitschüsse nicht mehr zuzulassen. In der Offensive kamen wir zwar vereinzelt gefährlich vors Tor, die Chancen wurden aber zu selten in Tore verwandelt.
Zu Beginn der zweiten Hälfte stand die Verteidigung etwas sicherer und wir konnten in den ersten 10 Minuten die Tore drei, vier und fünf erzielen. Ein leicht beruhigender Vorsprung von zwei Toren verleitete aber wieder zu vereinzelten Nachlässigkeiten in der Verteidigung während in der Offensive die zahlreichen Chancen nicht verwertet wurden. Die letzten 5 Minuten wurden nun richtig spannend. Die Appenzellerinnen erzielten durch einen platzierten Schuss in die Ecke das Anschlusstor zum 4:5. Die Vipers versuchten den Zweitorevorsprung wieder herzustellen – freie Schussbahn – Schuss – Latte – leider nichts gewesen. Erneuter Versuch mit einem Querpass vors Tor und unglücklich abgelenkt vom Fuss einer Gegnerin fand der Ball den Weg ins gegnerische Tor. Zehn Sekunden vor Schluss gelang es den Appenzellerinnen nochmals auf ein Tor heranzukommen für den Ausgleich reichte es aber nicht mehr und das Spiel wurde knapp mit 6:5 zu unseren Gunsten entschieden.
Das Spiel hätte auch mit einer Punkteteilung zu Ende gehen können oder im ungünstigsten Fall sogar ohne Punkte für die Vipers. Dieses Spiel zeigte eindeutig wie hart die Spitzenplätze umkämpft sind. Appenzell hatte schon gegen die Kloten-Bülach Jets nur knapp verloren (3:4). Die nächste Runde könnte bereits eine Vorentscheidung um den Gruppensieg bringen. Um überhaupt nur an Siege gegen die Kloten-Bülach Jets und Piranha Chur II zu denken, muss sich das Team in verschiedenen Bereichen wieder steigern.
Mit nur 5 Feldspielerinnen zeigte das Team aber an dieser Runde eine gute Leistung. Es wurde um jeden Ball gekämpft und auch in hitzigen Situationen war das Team die Ruhe selbst, stets aber auch konzentriert. Dieses professionelle Verhalten erstaunt selbst den Trainer immer wieder…
Ein grosses Kompliment ans ganze Team für den grossen Kampfgeist und das professionelle Verhalten auf und neben dem Platz!
