Damen: Gute Kampfleistung gegen zu starke Flames
SAUV-Cupfinal 2007/2008
Jona-Uznach Flames 19:6 UHC Jonschwil Vipers
Samstag, 19. April 2008, ca. 80 Zuschauer fanden sich in der Turnhalle Rain in Jona ein, das Ostschweizer Damencupfinal stand auf dem Programm. 18.00 Uhr, die Teams liefen ein, die Nervosität beim deutlich jüngeren Vipers-Team war bis unter die Hallendecke spürbar. Den Favorit und Titelverteidiger, Jona-Uznach Flames, schien das ganze nicht zu beeindrucken, zumal es nicht ihr erstes Finale in diesem Wettbewerb war.
Eine Nummer zu gross!
In den ersten Minuten drückten die Flames auf das Tempo, doch die Jonschwilerinnen hielten anfangs noch gut mit. Nach 4 Minuten gelang es den Einheimischen aber doch, denn Ball im Tor zu versorgen. Scheinbar unbeeindruckt zogen nun auch die Vipers in Richtung Tor des Gegners und konnten im Gegenzug den Ausgleich erzielen. Nun schalteten die Flames einen Gang höher und kombinierten sich immer wieder durch die Reihen unserer Damen. Nach mehreren erfolgreichen Angriffen der Flames und weniger effizienten Abschlüssen der Vipers stand es 7:1 zur ersten Drittelspause. Die Führung war verdient, aber aufgrund der Spielanteile etwas zu hoch ausgefallen.
Das zweite Drittel begann verheissungsvoll, der zweite Treffer der Jonschwilerinnen fiel kurz nach dem Wiederanpfiff. Doch die Gegnerinnen liessen sich durch diesen Gegentreffer nicht beunruhigen, souverän zogen sie ihr effizientes Spiel durch und konnten sechs weitere Treffer erzielen. Die Vipers trafen zwar auch, aber mehrmals nur das Gestänge. Im Mitteldrittel liess vor allem die Chancenauswertung zu wünschen übrig. Die Defensivleistung war zwar solider, aber die wenigen Patzer wurden vom Gegner schonungslos ausgenutzt.
Das Spiel war zwar entschieden nach vierzig Minuten, doch die Jonschwilerinnen waren sich einig, so darf diese tolle Saison nicht enden. Mit einer tollen Moral- und Teamleistung eröffneten die Vipers auch im dritten Spielabschnitt den Torreigen. Das letzte Drittel konnte einigermassen ausgeglichen gestaltet werden, doch das Schlussresultat von 19:6 spricht klar für die Flames, welche nie einen Zweifel aufkommen liessen und verdientermassen den Pokal verteidigen konnten. Die erfahrenen Favoritinnen vom Zürichsee zeigten unseren Damen klar die Grenzen auf. Die Vipers gaben trotz der klaren Verhältnisse nie auf und zeigten wiederum eine starke Kampf- und Moralleistung.
Besten Dank an alle mitgereisten Zuschauer, welche uns bis zum Schluss unterstützt haben.
Trotz dieser hohen Finalniederlage darf der diesjährige Ostschweizercup als Erfolg gewertet werden, denn die drei Cuperfolge gegen Neckertal, Toggenburg und Steckborn in der jeweils prall gefüllten, heimischen Degenauhalle waren eindrückliche Erlebnisse.
Grossartige Saison!
Die Saison 07/08 ist Geschichte, nun gilt es die schönen Momente (Gruppensieg, Cuperfolge) in Erinnerung zu behalten. 15 Siege in 17 Pflichtspielen (1 Unentschieden, 1 Niederlage) und 164 erzielte Tore sind ein beachtlicher Leistungsausweis für dieses junge Team (Alterdurchschnitt knapp 18 Jahre). Nebst diesen statistischen Daten, gilt es vor allem die sensationelle Trainingsmoral und den Teamzusammenhalt hervorzuheben.
Nebst den Erlebnissen in der Halle, waren auch das Trainingsweekend, Bowlingabend, Hallenbad, Eishockeymatch, die vielen gemeinsamen Essen und Matchbesuche eine tolle Sache.
Die Saison 07/08 der Vipers-Damen wird hoffentlich nicht nur mir in bester Erinnerung bleiben, merci an das ganze Team inkl. Fränzi (Kanada) und Eliane (Indien).
Ein besonderer Dank geht an meine beiden Assistenztrainerinnen Marianne und Marina, eure Unterstützung war super.
